Naturschutzpark der Ampezzaner Dolomiten

Der Naturschutzpark der Ampezzaner Dolomiten wurde 1990 gegründet und erstreckt sich über 11.500 Hektar im Norden von Cortina d’Ampezzo bis zur Grenze zwischen Venetien und Südtirol. 

Der Naturschutzpark wurde auf Beschluss der Generalversammlung der Gemeinschaft aller Familienoberhäupter der Ampezzaner Ursprungsbergfamilien eingerichtet.
 
In Anbetracht der Besonderheit der antiken Bewirtschaftungsregeln der “Regole d’Ampezzo”, die das Ampezzaner Naturerbe über die Jahrhunderte hinweg bis auf den heutigen Tag gewahrt hat, wurde diese Institution von der Region Veneto mit der Verwaltung des Naturschutzparks beauftragt.

Naturschutzgebiet

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Er ist keilförmig mit zwei Seitenästen ausgebildet und mündet in den südtiroler Naturpark Fanes-Sennes Prags ein. Zusammen bilden sie eines der größten ökologisch homogenen Naturschutzgebiete im Herzen der Dolomiten.

Im Ampezzaner Naturpark gibt es weder Wohneinheiten noch Skigebiete.

Er umfasst die von den Tälern Val Travenanzes, Val di Fanes, Alta Valle del Boite und Val Felizon abgegrenzten Gebirgsmassive Tofana, Fanis, Col Bechei, Croda Rossa d’Ampezzo und Cristallo.

Biodiversität

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Die außergewöhnlich große Biodiversität von Flora und Fauna hat das Gebiet der Lebensraumvielfalt der Gewässer und Moore, des Graslands und der Hochgebirgswälder -darunter auch historisch sehr alte Wälder - den Felsformationen unterschiedlichster Art sowie der nachhaltigen Bewirtschaftung von Wälder und Weiden zu verdanken, die seit jeher für die Regole d’Ampezzo bezeichnend ist.

Einzigartig ist das Dutzend endemischer Pflanzenarten, die es nur in den Dolomiten gibt, wie die Blume Sempervivum Dolomiticum (siehe Foto auf S. 23), die das Symbol des Ampezzaner Naturschutzparks ist.

Fauna

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Hier leben 160 Wirbeltiere, darunter 31 Arten von Säugetieren, 113 Vogelarten und 16 Sorten von Amphibien, Reptilien und Fischen.

Im Naturpark ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, Murmeltiere, Rehe, Hirsche, Steinböcke (siehe Bild unten), Füchse, Eichhörnchen, Steinadler und andere Raubvogelarten und viele kleine Vögel in freier Wildbahn zu sichten.
In den entlegenen Gebieten verbergen sich auch Moorschneehühner, Uhus, einige Eulengattungen, weiße Hasen und Nagetiere wie das Hermelin oder der Siebenschläfer.

Flora

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Die Vegetation ist mit 68 Arten von Bäumen und Sträuchern, 32 Gattungen von Farnen und Schachtelhalmen und mehr als 1.000 Blumenarten sehr vielfältig

Darunter sind auch 35 Arten von Orchideen: Touristen und Botaniker aus der ganzen Welt besuchen die Dolomiten, um die Blüte des Gelben Frauenschuhs (Cypripedium calceolus), eine der schönsten Orchideen der europäischen Flora zu bewundern.

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