Die Ampezzaner Dolomiten

Die Dolomiten sind vor 250 Millionen Jahren entstanden und viele ihrer Gipfel überschreiten die 3.000m-Marke.

Sie haben ihren Namen Deodat de Dolomieu zu verdanken, der in der zweiten Hälfte des achtzehnten Jahrhunderts die besondere mineralogische Zusammensetzung dieser Felsen bestimmt hat, dank derer sie in ihren majestätischen Formen je nach Tageszeit in unterschiedlichen Farben erstrahlen.

Die felsige Mondlandschaft der Dolomiten betört in der Abenddämmerung, wenn sie mit steigender Intensität glühend Rot wird und die Farbe dann über Orange bis hin zu immer dunkler werdendem Violett abklingt. 

Dieses sagenumwobene Alpenglühen wird Enrosadira genannt. Einige der bekanntesten Dolomitengipfel, wie die Tofana di Rozes oder der Cristallo, Markenzeichen einer der suggestivsten Naturkulisse auf unserem Planeten, befinden sich im Ampezzo-Gebiet.

Tofane

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Die eindrucksvollste Gruppe unter den Bergen, die das Ampezzo-Tal umschließen, heißt Tofane. Ihre drei Gipfel liegen alle über 3000m, in der Mitte thront der höchste, Tofana di Mezzo (3244m), die früher auch einige kleine Gletscher beherbergt hat.

Cristallo

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Mit seinen 3221m ist der Cristallo einer der imposantesten Berge der Dolomiten. Mit dem davorliegenden Pomagagnonbildet er eine großartige Szenerie, die das Ampezzo-Tal im Norden begrenzt. 

Der Kontrast zwischen den hellen, steilen Felswänden und den sattgrünen Wäldern unterstreicht das elegante, majestätische Profil sowohl der Tofane als auch des Cristallo, während die Gebirgsmassive Fanes und Croda Rossa geringere Höhenunterschiede und ausgedehnte Karst-Hochebenen und Hochgebirgsweiden vorweisen.

Cinque Torri

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Die 5 Torri(2.252 m) sind eine südlich des Falzarego-Passes gelegene, blass graue Felsgruppe, deren eigentümliche Form an ein verfallenes, versteinertes Schloss erinnert.

Austragungsort blutiger Kämpfe zwischen den italienischen und österreichisch-ungarischen Truppen während des 1. Weltkriegs, verwahren die 5 Torri noch heute unzählige Kriegsbauten, die nach sorgfältigen Instandsetzungsarbeiten die Realisierung von hochinteressanten historischen Streckenführungen ermöglicht haben.

Faloria

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Auf dem Gipfel des Faloria, in luftigen 2.231m Höhe, beginnen viele Skipisten und Wanderwege. 

Einer alten Sage nach soll dieser Berg das Haus Gottes sein - “Monte Ciasadio”, nannte ihn die Einheimischen - weil jeden Morgen hinter ihm die Sonne aufgeht.

Lagazuoi

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Der Lagazuoi (2.827 m) wurde im 18. Jahrhundert im Sommer als Almweide genutzt. Während des 1. Weltkriegs wurde dieses Gebiet als Austragungsstätte blutiger Kämpfe bekannt. Seit 1965 ist es durch eine Seilbahn mit dem Falzarego-Pass verbunden.

Croda Rossa

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Die 3146m hohe ‘Rote Wand‘, Croda Rossa d'Ampezzo, markiert die Grenze zwischen Südtirol und der Provinz Belluno im "Naturpark der Ampezzaner Dolomiten“

Sie verdankt ihren Namen bestimmten geologischen Eigenschaften die ihr besondere rötliche Nuancen verleihen, welche einen interessanten Kontrast zu den blass grauen Felsen rundum bilden.

Becco di Mezzodì

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Der Becco di Mezzodì (2602m) prägt die Landschaft im Süden der Talmulde. ‘Becco‘ bedeutet Schnabel und ‘Mezzodì‘ Mittag. Diesen Namen verdankt dieser Berg seiner eigenartigen Form, und dem Umstand, dass die Sonne – vom Stadtzentrum aus betrachtet - genau zur Mittagszeit auf seinen höchsten Gipfel scheint.

Croda da Lago

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Croda da Lago ist eine Bergkette, die zusammen mit dem Becco di Mezzodì und den 5 Torri im Süden das Ampezzo-Tal schließt. Der höchste Gipfel dieses Massivs ist 2709m hoch. An seinem Osthang, auf 2038m Höhe, liegt der malerische See Federa.

Pomagagnon

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Da er einer der Gipfel ist, die die berühmte Talmulde von Cortina wie eine Krone zieren, sind die optische Wirkung und der szenografische Effekt des Pomagagnon(2178m) wirklich spektakulär.
 
Seine Stattlichkeit ist jedoch eher eine Illusion, denn sie beruht nicht auf einer bemerkenswerten Höhe sondern einfach auf die Nähe zum Tal.

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