Geschichte und Tradition

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Die Geschichte von Cortina d’Ampezzo kann bis in die ferne, sagenhafte Vorzeit zurückverfolgt werden. Es gibt Zeugnisse für die Besiedlung des Gebiets seitens der barbarischen Völker sowie der alten Römer.

Der Ort lebte damals von Landwirtschaft und entwickelte sich dank einer gezielten Wald- und Forstwirtschaft.

Der Ausbau der Verkehrsverbindungen brachte ab Mitte des 19. Jahrhunderts wohlhabende Reisende aus England, Deutschland, Frankreich und Russland nach Cortina d’Ampezzo.

Nach und nach wurden Hotels und Sporteinrichtungen gebaut und das war der Auftakt für den Fremdenverkehr, der Cortina d‘Ampezzo in kurzer Zeit zur Königin der Dolomiten werden ließ.

Der Erste Weltkrieg

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Der 1. Weltkrieg ist das historische Ereignis, das dieses Gebiet am meisten beeinflusst hat. Viele Berghänge der Dolomiten rund um den Talboden zeigen noch die Wunden dieses Krieges.
Zu Fuß oder mit Bergbahnen, nur wenige Schritte von Berghütten, Kletterwänden und Skipisten entfernt, kann man nun zu jeder Jahreszeit die Kriegsstollen des Lagazuoi, die Laufgräben und die Kriegsstellungen der 5 Torri und das Freilichtmuseum auf dem Sasso di Stria erkunden und die restaurierte Festung Forte Tre Sassi in Valparola, aus der ein Museum des Dolomitenkriegs geworden ist, besichtigen.

In den Bergen von Cortina d'Ampezzo wurde eine wichtige Seite der Geschichte des Ersten Weltkriegs geschrieben, der in Italien und Europa das Ende der Reiche und die Geburt der Nationalstaaten einleitete.

Dieses historische Ereignis hat das Ampezzaner Gebiet, das bei Kriegsausbruch noch unter habsburgischer Herrschaft war, zutiefst erschüttert.

Neben den zum Gedenken an die gefallenen Soldaten errichteten Denkmälern, wie das Ossarium im Ortsteil Pocol, sind Stellungen, Stollen, Laufgräben, Festungen und Militärstraßen stumme Zeugen des Kriegsgeschehens an der Front zwischen Österreich und Italien. Viele Kriegsstätten wurden sorgfältig restauriert und in ein beeindruckendes Zeugnis der Tragödie des Dolomitenkriegs verwandelt.

Das Ergebnis dieser gigantischen Kriegsarchäologie und eingehender Instandsetzungsarbeiten - an denen auch die Heere der Staaten teilgenommen haben, die sich hier zwischen 1915 und 1918 bekämpften - ist das größte Freilichtmuseum des 1. Weltkriegs.

Der Skisport zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts

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Nach der Niederlage der Habsburgermonarchie wurde die Region 1918 dem Königreich Italien zugewiesen. Neue Verkehrsverbindungen und vor allem der Sport eröffneten nach und nach die sogenannten Bleichen Berge dem Rest der Welt.

Seit Cortina d’Ampezzo 1956 die zum ersten Mal Live im italienischen Fernsehen übertragenen Olympischen Winterspiele beherbergt hat, wurde dieser Ort von Sportbegeisterten und Bergliebhabern aus ganz Italien definitiv zum beliebtesten und exklusivsten Urlaubsziel in den Bergen erkoren.

Seitdem unterhält die Königin der Dolomiten eine privilegierte Beziehung mit der Welt des Sports, wie die vielen internationalen Großveranstaltungen bezeugen, die in Cortina d’Ampezzo ausgetragen werden: über 25 Ski-Alpin Weltcup-Rennen der Damen, Snowboard- und Freeride World Cup Rennen, internationale Langlaufevents sowie unzählige Sportveranstaltungen und Outdoor-Wettbewerbe.

Cortina Heute

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Als Grenzgebiet wurde die Ampezzo-Region in den Herrschaftsbereich der venezianischen Republik und später, für vier Jahrhunderte, in das habsburgische Reich eingegliedert.
Die Königin der Dolomiten hat ihre Traditionen und ihr großes Kulturerbe über die Jahrhunderte hinweg gewahrt: Die Stadtentwicklung und der Wohnungsbau werden in Cortina d’Ampezzo seit jeher mit großer Sorgfalt und strengen Weisungen geregelt; die Frauen tragen ihre traditionellen, farbenprächtigen Trachtenkleider; die Ampezzaner sprechen die ladinische Sprache mit dem hiesigen lieblichen Tonfall; im Sommer schmückt eine bunte Blumenpracht alle Häuser der Talmulde.

Cortina d’Ampezzo hat heute ungefähr 6.000 Einwohner und bietet in der Hochsaison bis zu 50.000 Touristen Unterkunft.

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